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Züricher Modell — Drogenszene in Mülheim

KV Mülheim

Crack verändert die offene Drogenszene in Mülheim. Die Entwicklung verläuft schneller, sichtbarer und konfliktreicher als früher. Städte wie Köln, Düsseldorf und Essen zeigen deutlich: Klassische Maßnahmen allein reichen nicht aus. Diesen Sachverhalt greift die CDU/SPD jetzt in einer Anfrage im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Mülheim auf.

Für uns heißt das: Wir fordern ein integriertes Vorgehen, das Ordnung, Gesundheit und Sozialarbeit zusammendenkt. Repression allein verschiebt die Szene nur von einem Ort zum nächsten. Ohne begleitende Hilfen entsteht ein permanentes Katz-und-Maus-Spiel. Für Polizei, Ordnungsamt und Stadtgesellschaft.

Das sogenannte Zürcher Modell bietet dafür einen relevanten Ansatz. Es gilt heute international als Best‑Practice in vielen Städten und Staaten und basiert auf einer Vier‑Säulen‑Politik aus Prävention, Therapie, Schadensminderung und Repression.

Es setzt auf klare Regeln im öffentlichen Raum. Zugleich bietet es niedrigschwellige, zentrale Hilfen, die Konsum und Notlagen aus der Öffentlichkeit herausnehmen. Es ist kein „Freifahrtschein“, sondern ein Ordnungsinstrument. Es schafft Ruhe, weil es Hilfe und Kontrolle intelligent verzahnt.

Wir stehen hinter dem Züricher Modell und fordern für Mülheim: 

  • Konsumräume und Crack-Inhalationsräume
  • Drug Checking
  • kontrollierten Mikrohandel in den Einrichtungen
  • klare Trennung von Hilfe und Polizei
  • aufsuchende Sozialarbeit
  • Entkriminalisierung von Konsumierenden.
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