Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Detailansicht Nachrichten


DIE LINKE. Mülheim-Ruhr

Solidarität mit den Schlecker-Verkäuferinnen beim Kampf um ihren Arbeitsplatz

Die Drogeriemarkt-Kette Schlecker befindet sich im Insolvenz-Verfahren. Bis Ende März sollen 11.700 Arbeitsverhältnisse gekündigt und 2.000 Filialen geschlossen werden – auch in Mülheim.

Jahrelang hat Schlecker seine Beschäftigten drangsaliert, bespitzelt und versucht, ihre Löhne zu drücken. Insbesondere auf öffentlichen Druck hin gelang es der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, im Mai 2010 mit der Firma Schlecker einen Tarifsozialplan mit verbesserten Arbeitszeiten, tarifvertraglichen Rechten und Leistungen abzuschließen, der nun unterlaufen wird. Der sah bei Filialschließungen Abfindungen in der Höhe von 16 Bruttomonatsgehältern vor, während beim Sozialplan nur eine Abfindungspflicht von 2,5 entsprechenden Gehältern gezahlt wird.

Die Folgen einer verfehlten Geschäftspolitik, d. h. zu kleine und wenig attraktiv gestaltete Verkaufsflächen mitsamt einem reduzierten und vergleichsweise überteuerten Angebot, dürfen nicht auf die Mitarbeiterinnen abgeschoben werden. Gernot Schaper, Kreisverbandssprecher der Mülheimer LINKEN, fordert: „Der milliardenschwere Firmeneigner Anton Schlecker, einer der reichsten Männer der Republik, muss mit seinem Privatvermögen haften und sich so am Erhalt der Arbeitsplätze beteiligen.“
Die in einer kürzlichen Pressekonferenz von Schlecker-Tochter Meike vorgebrachte Erklärung, ihr persönlich haftender Vater habe sein gesamtes Vermögen in die Firma gesteckt und sei nun zahlungsunfähig, erscheint wenig glaubhaft. Zumal zwischenzeitlich bekannt wurde, dass die österreichische Anton Schlecker Gesellschaft mbH. 2011 laut Geschäftsführung mit "einem positiv siebenstelligen Ergebnis" abschließen konnte. Man wolle im Jahr 2012 weiter eine zweistellige Filialzahl ins neue Design umbauen und auch neue Standorte eröffnen. (ver.di Bad-Würt. „Der Handel“ v. 08.02.12). Nach wie vor gilt aber „Eigentum verpflichtet.“ (GG, Art. 14)

Nicht zuletzt war die skandalöse - inzwischen weitgehend eingestellte - Mitarbeiterinnenbehandlung für das Image der Fa. abträglich und Mitursache des Kundenschwunds. Nicht ohne Grund hat laut einer Forsa –Umfrage Anton Schlecker den schlechtesten Ruf als Unternehmer (WAZ 17.03.12).

Soziale Verantwortung vom Besitzer fordert die Rechtsanwältin und Beraterin des Gesamtbetriebsrats, Elke Lill, wenn sie darauf hinweist, dass auf dem Land der nächste Einzelhändler mehr als 20 km weit entfernt sei und für Menschen ohne Auto und Internetzugang ein erhebliches Problem wäre: „Schlecker-Filialen sind für die Grundversorgung auf dem Land unverzichtbar.“ Folgerichtig setzen Schlecker-Betriebsräte auf eine staatliche Rettung mit öffentlichen Fördergeldern zumindest in Dörfern und Kleinstädten. („Spiegel online“ 23.02.12). Aber auch in bestimmten Stadtteilen einiger Städte (z.B. Mülheim-Styrum) ist die dann mitunter fehlende Nahversorgung eine gesellschaftliche Aufgabe. Insofern ist die gewerkschaftliche Forderung an den Bundeswirtschaftsminister, ein 75 Mio. €-Darlehen der bundeseigenen Förderbank KfW für eine Transfergesellschaft zu bewilligen, durchaus berechtigt, wie auch die Bereitschaft des Landes Baden-Württemberg, eine Bürgschaft zu stellen. Eine entsprechende Petition richteten demonstrierende Verkäuferinnen und GewerkschafterInnen in Mülheim und anderen NRW-Standorten auch an die noch amtierende NRW-Landesregierung. So hieß es lautstark:
 
„Für Banken, Autos, vieles mehr sind die Töpfe niemals leer! Und für uns?!“ 

Den Sonntagsreden der politisch Verantwortlichen zum Internationalen Frauentag müssen Taten folgen! Mit den bereitgestellten Mitteln soll den gekündigten Beschäftigten ein Jahr lang ein gesicherter Neustart in Auffanggesellschaften ermöglicht werden. Transfer-Kurzarbeitergeld und Maßnahmen von Auffanggesellschaften für die gekündigten Mitarbeiter soll die Bundesagentur für Arbeit zahlen. Es gilt also, Erwerbslosigkeit zu verhindern, indem präventiv gehandelt wird, nicht allein aus Folgekostengründen für die Allgemeinheit sondern auch aus der Sozialstaatsverpflichtung (GG, Art. 20) für die Betroffenen. Dass in diesem Bereich des Einzelhandels durchaus Entwicklungs- und Beschäftigungspotential - also Aussicht und berechtigte Hoffnung für die Schleckerverkäuferinnen - besteht, zeigen die zahlreichen Neugründungen von dm- und Rossmann-Filialen.

Im Rahmen ihrer Möglichkeiten wird DIE LINKE. Mülheim-Ruhr die Beschäftigten von Schlecker unterstützen in ihrem Kampf um Arbeitsplatz und Lohn, von dem Mensch leben kann.

                                 Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt! 

Alle Kraft muss dem Erhalt der Arbeitsplätze gelten. Und es muss Schluss sein mit einer Strangulierung des Konsums auf Kosten der Verkäuferinnen. Die Masseneinkommen und damit die Nachfrage müssen steigen. Das erhält und schafft Arbeitsplätze, im Gegensatz zu Kürzungen und Schuldenbremsen bei den Nicht-Verursachern und Opfern der Finanzmarktkrise.

 

 


Sitzungstermine des Kreisverbandes

Stand: 21.08.2019

Donnerstag, 22. August 2019, VS (18 Uhr)

Samstag, 14. September 2019, MV (11 Uhr)

Donnerstag, 19. September 2019, VS (18 Uhr)

Donnerstag, 17. Oktober 2019, VS (18 Uhr)

Donnerstag, 14. November 2019, VS (18 Uhr)

VS: Vorstandssitzung (Beginn um 18:00)

MV: Mitgliederversammlung

JHV: Jahreshauptversammlung

im BürgerInnenbüro (Dickswall 14, 45468 Mülheim)

Weitere Veranstaltungen sind hier zu finden.

Arbeitsgruppen

Stand: 16.07.2019

Kommunalwahl AG (zurzeit nur parteiöffentlich):

14. August 2019 18:00

4. September 2019 18:00

25. September 2019 18:00

16. Oktober 2019 18:00

MieterInnen AG:

im BürgerInnenbüro (Dickswall 14, 45468 Mülheim)

Linksjugend ['solid] Mülheim an der Ruhr

Treffen: in der Regel jeden ersten und dritten Montag im Monat um 19 Uhr im BürgerInnenbüro (Dickswall 14, 45468 Mülheim)

Genaue Termine findest du hier.

Kontakt: info@linksjugend-muelheim.de

Facebook-Seite

Roter Stammtisch

Termine (meist jeden 3. Freitag im Monat):

Freitag, 20. September 2019 19:00

Freitag, 18. Oktober 2019 19:00

Freitag, 15. November 2019 19:00

Freitag, 20. Dezember 2019 19:00

immer im BürgerInnenbüro (Dickswall 14, 45468 Mülheim)

Ihr habt Lust, Euch zu informieren oder Fragen zu stellen? Kommt einfach vorbei! Wir freuen uns.

Mitgliederfrühstück

Termine (immer Samstags 10:00):

16. Juni 2018, 18. August 2018, 20. Oktober 2018, 15. Dezember 2018

immer im BürgerInnenbüro (Dickswall 14, 45468 Mülheim)

Jeder bringt was mit und auch Gäste sind herzlich eingeladen!

Hier finden Sie uns!

BürgerInnenbüro Die Linke

Dickswall.14
45468 Mülheim

Montag: 12:00 – 15:00
Dienstag: 11:00 – 14:00
Mittwoch : 11:00-  14:00
Donnerstag: 15:00 – 17:30
Freitag: geschlossen

 

Der Kreisverband ist folgendermaßen schriftlich zu erreichen:

DIE LINKE. Kreisverband Mülheim-Ruhr

c/o Andrea Mobini

Aktienstr. 237

45473 Mülheim an der Ruhr

info@dielinke-muelheim-ruhr.de

Telefon: 0208/44531612 (Andrea Mobini, Kreissprecherin)