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Podiumsdiskussion im Gymnasium Broich zu jugendpolitischen Themen



Am Mittwoch, den 21. Mai fand im Gymnasium Broich eine vom Jugendstadtrat und vom Ring Politischer Jugend organisierte Diskussionsveranstaltung zu den Themen Bildung, Innenstadtbelebung im Sinne der SchülerInnen und StudentInnen sowie zum öffentlichen Personennahverkehr statt. Zwecks Informationsmöglichkeit, aber sicher auch als optischen Beitrag zum Flair der Veranstaltung, erhielten die Parteien und Wählerinitiativen die Gelegenheit ihre Info-Stände in der Schule aufzubauen. Diese Möglichkeit wurde selbstverständlich, nach Ankunft vieler Transportfahrzeuge, in Form zahlreicher Stände mit großer Farb-Palette auch wahrgenommen - dabei setzte die Farbe Rot einen deutlichen Kontrapunkt zu so einigen weichgezeichneten Pastelltönen. 



Das Thema "Bildung" wurde aus vielfältigen Perspektiven betrachtet. Insbesondere die Frage, ob auch zukünftig innerhalb eines "G8"-Systems unterrichtet werden solle oder ob man nicht doch besser wieder generell zum "G9"-Prinzip zurückfinden müsse, d. h. ob das Bildungssystem in Zukunft aus 12 oder aus 13 Schuljahren insgesamt bestehen solle, stieß auf großes Interesse im Publikum. Man kann hier allerdings nicht eigentlich von einem "Publikum" sprechen, da die anwesenden "ZuhörerInnen" in Form vieler schriftlicher Fragen und Redebeiträge sehr basisdemokratisch ganz genauso in die Diskussion involviert waren, wie die KandidatInnen zur Kommunalwahl.



Der anwesende Kandidat der Mülheimer LINKEN auf Listenplatz 1 für den Rat der Stadt, Andreas Marquardt, sprach sich eindeutig für die Rückkehr zu 13 Schuljahren, also für "G9", aus. Er begründete sein Statement mit der Argumentation, dass es nunmehr endgültig genug sei mit der Arbeitsverdichtung. Nicht nur, dass im Berufsleben eine Arbeit, die vorher von drei Personen erledigt wurde nunmehr von zwei ArbeitnehmerInnen bewältigt werden muss, die, nachdem ein/e Mitarbeiter/in entlassen wurde, bei vermehrtem Stress noch nicht einmal besser bezahlt werden, nicht nur, dass nach Einführung der Bachelor- und Masterstudiengängen die Studierenden dazu gezwungen sind, durch das Studium zu hetzen, ohne einmal ein Seminar in einem anderen Fachbereich aus persönlichem Interesse besuchen zu können, in dem sie keinen Schein benötigen, sondern jetzt werden auch noch die SchülerInnen in einen artifiziell errichteten "Ausbildungs-Käfig" gequetscht, um unter erhöhtem Leistungsdruck sog. "Hauptfächer" zu pauken, damit sie für die Wirtschaft gut funktionieren, aber bloß keine Zeit mehr haben, um gesellschaftskritische Fragen zu stellen. Geschichte, Philosophie, Soziologie, Kunst und Politik werden dann natürlich noch in verstärktem Maße zu sog. "Nebenfächern" - denn diese sind für die Wirtschaft nicht unmittelbar verwertbar. "Mit der künstlichen Arbeitsverdichtung muss auch innerhalb des Schulsystems Schluss gemacht werden", so Andreas Marquardt, "denn diese dient lediglich dazu, Menschen dahingehend zu trainieren, dass sie für das Profitstreben der Wirtschaft möglichst gut funktionieren. Mit Bildung hat dieses Zwangssystem eines intensivierten Leistungsdrucks nichts mehr zu tun. Zur Bildung gehört unabdingbar Kritikfähigkeit. Um aber Themenstellungen analytisch zu durchdringen sowie eigene Gedanken und Problemlösungsstrategien zu entwerfen, bedarf es in erster Linie des Faktors Zeit - und die notwendige Zeit für kritische Reflexionen wurde mit "G8" abgeschafft."



Zwecks Belebung der Innenstadt verwies der Kandidat der Mülheimer LINKEN auf die Notwendigkeit des Abrisses der Kaufhof-Ruine - auf Kosten des Eigentümers, nicht auf Kosten der SteuerzahlerInnen -, um an der selben Stelle Cafés für die StudentInnen der Hochschule Ruhr-West anbieten zu können. Außerdem sei zukünftig eine regelmäßige finanzielle Unterstützung des Autonomen Zentrums in nicht zu geringer Höhe notwendig, um den Bestand eines der letzten vorhandenen Orte einer vielseitigen Jugendkultur in Mülheims Innenstadt auch langfristig zu garantieren.



Eine Teilnehmerin aus dem Publikum stellte fest, dass die Innenstadt insbesondere nachts relativ unbelebt sei und dass es hier an attraktiven Angeboten für Jugendliche eher mangele. Die Schülerin fügte hinzu, dass es auch mit hinreichenden Angeboten des öffentlichen Personennahverkehrs in den Nachtstunden eher düster aussehe. Hier ergänzte der Kandidat der Mülheimer LINKEN, dass ihm auch schon während seiner Studienzeit an der Uni Duisburg aufgefallen sei, dass man sich vom Finkenkrug im Uni-Viertel mit der 901 zwar auch zu später Stunde noch in Richtung Duisburg fortbewegen konnte, dass die selbe Linie 901 zu gleicher Zeit aber in Fahrtrichtung Mülheim schon längst immer eingestellt gewesen sei. Eine Verbesserung der Taktzeiten liege aber in der Hand der Kommune. Indes, die Taktzeiten in Mülheim sollen noch verschlechtert werden. Ein weiterer Grund für die Mülheimer LINKE, den ÖPNV-Nahverkehrsplan abzulehnen und stattdessen einen Ausbau von Bus & Bahn zu fordern.

In der Abschlussrunde der Podiumsdiskussion riefen alle anwesenden KandidatInnen die SchülerInnen dazu auf, wählen zu gehen. Der Kandidat der Mülheimer LINKEN machte noch einmal darauf aufmerksam, dass die Politik in den Gremien nicht die einzige mögliche Form der Politikgestaltung sei. So könne man, außer einer sehr verstärkten Teilnahme an größeren Demos, gerade in letzter Zeit vermehrt das Entstehen von Bürgerinitiativen beobachten, sei es die Bürgerinitiative Wissollstraße zum Erhalt bezahlbaren Wohnraums oder die Initiative "Aufbäumen" zwecks Rettung des Mülheimer Baumbestands. Wo aber die BürgerInnen sich sehr vermehrt um eine eigene basisdemokratische Politikgestaltung bemühen, da kann man zu der Arbeit in den kommunalen Gremien, zu den Beschlüssen im Rat der Stadt, in den Bezirksvertretungen und in den Ausschüssen nur noch die Frage stellen: Wurde hier innerhalb der verschiedenen Politikfelder eigentlich noch im Sinne der MülheimerInnen gehandelt?




Sitzungstermine des Kreisverbandes

Stand: 16.02.2019

Samstag, 16. Februrar 2019, MV (12 Uhr)

Donnerstag, 21. Februar, VS

Donnerstag, 21. März 2019, VS

Freitag, 12. April 2019, MV + Veranstaltung "Sozialraumoffensive in Mülheim" (18:30)

Donnerstag, 18. April 2019, VS

Donnerstag, 16. Mai 2019, VS

Samstag, 8. Juni 2019, MV (11 Uhr)

Donnerstag, 13. Juni 2019, VS

VS: Vorstandssitzung (Beginn: in der Regel um 18:00)

MV: Mitgliederversammlung

JHV: Jahreshauptversammlung

im BürgerInnenbüro (Dickswall 14, 45468 Mülheim)

Weitere Veranstaltungen sind hier zu finden.

Arbeitsgruppen

Stand: 06.01.2019

Kommunalwahl AG (zurzeit nur parteiöffentlich):

16. Januar 2019 19:00

MieterInnen AG:

9. Januar 2019 19:00

im BürgerInnenbüro (Dickswall 14, 45468 Mülheim)

Roter Stammtisch

Termine (meist jeden 3. Freitag im Monat):

Freitag, 18. Januar 2019 19:00

Freitag, 15. Februar 2019 19:00

Freitag, 15. März 2019 19:00

kein Stammtisch im April wegen Osterferien

Freitag, 17. Mai 2019 19:00

Freitag, 21. Juni 2019 19:00

immer im BürgerInnenbüro (Dickswall 14, 45468 Mülheim)

Ihr habt Lust, Euch zu informieren oder Fragen zu stellen? Kommt einfach vorbei! Wir freuen uns.

Mitgliederfrühstück

Termine (immer Samstags 10:00):

16. Juni 2018, 18. August 2018, 20. Oktober 2018, 15. Dezember 2018

immer im BürgerInnenbüro (Dickswall 14, 45468 Mülheim)

Jeder bringt was mit und auch Gäste sind herzlich eingeladen!

Hier finden Sie uns!

BürgerInnenbüro Die Linke

Dickswall.14
45468 Mülheim

Montag: 12:00 – 15:00
Dienstag: 11:00 – 14:00
Mittwoch : 11:00-  14:00
Donnerstag: 15:00 – 17:30
Freitag: geschlossen

 

Der Kreisverband ist folgendermaßen schriftlich zu erreichen:

DIE LINKE. Kreisverband Mülheim-Ruhr

c/o Andrea Mobini

Aktienstr. 237

45473 Mülheim an der Ruhr

info@dielinke-muelheim-ruhr.de

Telefon: 0208/44531612 (Andrea Mobini, Kreissprecherin)

* Die Adresse der Geschäftsstelle der Gruppe DIE LINKE. im Rat der Stadt Mülheim an der Ruhr ist auf der Seite der Ratsgruppe zu finden.