Geschäftsführender Vorstand

                         Birgit Felderhoff

Sprecherin

 

                         Gernot Schaper

Sprecher


 

                          Dorit Thunack

Mitgliederverwaltung

 

                         Martin Pernau

Schatzmeister

 

ERWEITERTER VORSTAND

 

                         Brunhilde Stümpler

Pressesprecherin


 

                         Bernd Heck

Webmaster


 

Der Kreisverband DIE LINKE. Mülheim/Ruhr heißt Sie herzlich willkommen

Der Kreisverband DIE LINKE. Mülheim/Ruhr gründete sich am 10. August 2007. Wir setzen uns vor Ort für eine soziale, solidarische, zivile und demokratische Gesellschaft ein. DIE LINKE. Mülheim/Ruhr versteht sich als Partnerin und als politische Vertretung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, der Erwerbslosen und der sozial Benachteiligten, der Migrantinnen und Migranten, der Rentnerinnen und Rentner, als auch der Studierenden, der Schüler, der Behinderten, und der Kranken, also des größten Teils der Bevölkerung. Der Kreisverband als Gliederung auf Kreisebene wird durch einen Vorstand vertreten, der jedes Jahr bis zum vierten Quartal während einer Mitgliederversammlung gewählt wird.

 

Die Treffen des Kreisverbandes DIE LINKE. Mülheim/Ruhr sind grundsätzlich öffentlich. Unsere Mitgliederversammlungen finden gegenwärtig einmal im Monat statt. Sollte Sie eine unserer Veranstaltungen interessieren, schauen Sie doch einfach mal vorbei. Die Termine erfahren Sie an unseren Info-Ständen auf der Schloßstraße (März bis November, alle 14 Tage Samstags  jeweils von 10 bis 14 Uhr) oder auf unserer Internet-Seite.

 

 

 

NPD - Kundgebung am 30.4.2011 in Mülheim

Gespenstische Veranstaltung wurde mit lauten Trillerpfeifen übertönt

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Am Samstag hatten wir bei strahlendem Sonnenschein, allerdings mit stark böigem Wind, mal wieder unseren Info-Stand auf dem Kurt-Schumacher-Platz. Etwas weiter unterhalb hatten auch die Grünen ihr AKW aufgebaut, um gegen ebensolche zu argumentieren (Übrigens ganz im Gegensatz zu ihrer Landtagsfraktion – aber das ist ein Thema an anderer Stelle!).

Uns fiel die zahlenmäßig immer stärker zunehmende Polizeipräsenz auf, die dann auch noch durch Horden von MEK-Beamten ergänzt wurde. Auf der Leineweberstrasse parkten mehrere Mannschaftswagen! Sollte der Verfassungsschutz endlich zu der Einsicht gekommen sein, alle Linken müssen verhaftet werden??

Doch sie ließen uns in Ruhe, stellten ihre Absperrgitter auf und ließen sich die Sonne auf die Einsatzanzüge scheinen. Gegen Mittag packten dann die Grünen ihr AKW wieder ein und entschwanden. Seltsam, so früh!
Nina Eumann brachte uns dann – nach einem Gespräch mit der Ordnungsmacht – die schockierende Nachricht: Die NPD hatte eine Kundgebung angemeldet, wohl um die Mülheimer Bürger zu missionieren! Von 14 bis 16 Uhr soll ihre braune Gülle über Lautsprecher die Ohren beleidigen!
Uns war klar, jetzt werden wir nicht weichen, unser Stand bleibt stehen. Schnell haben wir über Handy soviele GenossInnen wie wir erreichen konnten mobilisiert! Seltsam nur, dass diese Veranstaltung weder in der Presse noch sonst irgendwie bekannt gemacht wurde! Gut, kostenlose Werbung muss ja auch nicht sein, aber der Rat der Stadt hätte zumindest informiert werden können!

Sei's drum, die Nachricht verbreitete sich in Windeseile! Immer mehr Menschen, unter ihnen viele MigrantInnen-Gruppen und andere aufrechte DemokratInnen, fanden sich an unserm Stand ein. Und dann marschierte die NPD auf, sie bauten unter der peinlichen Absicherung der MEK-Kräfte ihre Propaganda auf.

Es war kurz nach 14 Uhr, als ein Beamter der Mülheimer "Schutzpolizei" uns darauf hinwies, dass unsere Standgenehmigung jetzt beendet sei und wir einpacken müssten. Allerdings räumte er uns ein, wir könnten als Bürger natürlich hierbleiben, nur das Equipment müsse weg! Selbstverständlich kamen wir dieser Aufforderung nach und bauten ab. Das gab mir die Gelegenheit, aus unserem Lager mehr an Aufklärungsmaterial über Faschisten heranzuschaffen. Auch unsere Fahnen kamen jetzt zum Einsatz! Gabi brachte uns Nachschub an Trillerpfeifen, nachdem die wenigen die ich beschafft hatte, sofort vergriffen waren. Später musste ich nochmal los, um die letzten Reste heranzuholen. Insgesamt haben wir so an die 100 Stück verteilt. Und die zeigten auch ihre Wirkung! Sobald aus der NPD-Ecke auch nur irgendwelche Äußerungen zu hören waren, ertönte sofort ein ohrenbetäubendes Trillern und Pfeifen, gepaart mit lauten "Nazis raus"-Chören! Es war schon beeindruckend, die gemeinsame demokratische Wut gegen den Faschismus förmlich spüren zu können. Die NPD’ler konnten dagegen nur ihre grimmigen Mienen aufsetzen, mit denen sie hasserfüllt zu uns rüberstarrten. Natürlich brüllten sie dazwischen auch ihre  altbekannten Parolen - wohl sicherlich, um uns zu provozieren! Da die MEK-Leute die GenossInnen vom AZ nicht auf den Platz ließen, gab es aber auch keine "Zwischenfälle". Höchstwahrscheinlich hatte die NPD nicht damit gerechnet, auf soviel Gegenwind zu treffen! Und damit ist nicht der vorhin bereits erwähnte böige gemeint! 

Jedenfalls können wir vom Kreisverband der Partei DIE LINKE. in Mülheim an der Ruhr mit Stolz vermerken, dass wir die einzige wahrnehmbare demokratische Partei darstellen, die sich erkennbar den faschistoiden Agitatoren entgegen gestellt haben. Sicherlich waren vereinzelt auch Politiker anderer Parteien zu sehen, allerdings nicht gerade organisiert.

Seltsamerweise war später der örtlichen Presse nur eine kleine Notiz zu entnehmen, die über die Ereignisse berichtet hat! Wobei – seltsam ist's eigentlich nicht, denn ich erwähnte ja schon, dass die anderen Demokraten zuhause geblieben sind! Und über uns berichtet man ja nichts Positives, das schickt sich ja nicht in Deutschland! Nebenbei konnten wir natürlich auch viele interessante Gespräche führen, sowohl mit den direkt betroffenen Bürgern mit Migrationshintergrund, als auch mit hier über Generationen verwurzelten Mülheimern, die den Faschismus aus tiefer Überzeugung ablehnen.
Als dann zum Schluss dieser gespenstischen Veranstaltung die Nationalhymne vom Band aus der NPD-Ecke intoniert wurde, antworteten wir spontan mit dem Absingen der Internationale!

Während der braune Spuk endlich wieder abzog, ergaben sich auch noch einige interessante Aspekte, mit welchem Demokratieverständnis offenbar der staatsbürgerliche Unterricht bei der Polizei erfüllt ist!

Unser Standpunkt ist und bleibt: "Kein Fußbreit den Faschisten – update your City!" Auch wenn sie versuchen, bei der nächsten Kommunalwahl in unser Stadtparlament einzudringen! Wir werden alle demokratischen Möglichkeiten einzusetzen wissen, das zu verhindern!

                                  Nie wieder Krieg – nie wieder Faschismus!!

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